mit der Natur statt gegen sie.

Waldgarten

Die Kombination von Gehölzen, Acker und/oder Tieren auf einer Fläche.

Waldgärten (oft auch als Hausgärten bezeichnet) werden in tropischen Regionen seit Jahrtausenden genutzt und bilden dort oft noch immer einen wichtigen Teil der Nahrungsmittelproduktion. In den gemäßigten Regionen sind Waldgärten eine jüngere Innovation, die in den letzten 30 Jahren entstanden ist. Der Waldgarten ist ein vielschichtiges System, das auf Bäumen, Sträuchern und mehrjährigen Pflanzen basiert. Diese werden so gemischt, dass sie die Struktur eines natürlichen Waldes nachahmen – die stabilste und nachhaltigste Art von Ökosystem in diesem Klima.

Produktdiversität

Waldgärten können eine große Palette an Erzeugnissen bieten.

Nachhaltig

Die Nachhaltigkeit eines Waldgarten liegt in seiner Artenvielfalt und dem komplexen Netz an Interaktionen zwischen Arten im Boden und darüber.

hoher Nährwert

Im vergleich zu einjährigen, sind ausdauernde Pflanzen nährstoffhaltiger. Verantwortlich ist weitgehend das größere und überdauernde Wurzelsystem ausdauernder Pflanzen.

Produkte

Zu den erzeugten Produkten gehören häufig Früchte, Nüsse, essbare Blätter, Gewürze, Heilpflanzen, Stöcke, Fasern zum Binden, Korbwaren, Honig, Brennholz, Futtermittel, Mulch, Wild und Saftprodukte.

Ebenen

Ein Waldgarten ist in bis zu sieben „Schichten“ gegliedert. Innerhalb dieser Schichten hängt die Positionierung der Arten von vielen Variablen ab, u. a. von ihren Anforderungen an Unterschlupf, Licht, Feuchtigkeit, gute/schlechte Begleiter, Mineralstoffbedarf, Bestäubung, Schutz vor Schädlingen usw.

  • 1

    Mittlere bis große Bäume. Überlicherweise sind dies Bäume zur Holzgewinnung. In meinem Waldgarten habe ich überwiegend Walnüsse und Esskastanien verwendet.

  • 2
    Kleine Bäume und große Sträucher. Die meisten Fruchttragenden Arten finden sich in dieser Ebene.
  • 3

    Sträucher. Viele Arten von Strauchfrüchten. Beispiele hierfür sind Johannisbeere und Heidelbeere.

  • 4

    Krautige, ausdauernde und immergrüne Pflanzen. In dieser Ebene gibt es eine Vielzahl von Ertragspflanzen. Ein Beispiel ist die Artischocke.

  • 5
    Bodendecker und kriechende Pflanzen. Dies sind in der Regel schattentolerante niedrige, kriechende Sträucher und mehrjährige krautige Pflanzen. Bei mir ist es z.B. die Walderdbeere.
  • 6
    Kletterpflanzen, ausdauernde Sträucher. Diese überbrücken die Ebenen und können bis in die Baumkronen reichen. Beispiele sind der Hopfen und Weinreben.
  • 7

    Wurzeln und Knollen. Hier können Ertragspflanzen mit essbaren Knollen eingesetzt werden, beispielsweise Schwarzwurzel. Pilze wachsen ebenfalls vor allem unter der Erde.