die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)

ist unter vielen Namen bekannt und beliebt. Kein Wunder, schließlich sind die blauen Beeren nicht nur lecker, sondern auch noch sehr gesund. So wird ihnen beispielsweise eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung zugesprochen. Doch natürlich ist vor allem ihr süßer Geschmack dafür verantwortlich, dass die Heidelbeere mittlerweile zu den beliebtesten Beeren der Deutschen gehört.

Bei Heidelbeeren handelt es sich um eine Gattung innerhalb der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Diese sind weltweit, vor allem aber in der nördlichen Hemisphäre, in vielen Varianten vertreten. Bei allen Arten von Vaccinium handelt es sich um verholzende Sträucher. Hierzulande findet sich die wild wachsende Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) nur in Wald- und Moorgebieten mit saurem Boden. Für den Anbau wiederum wurden Kulturheidelbeeren gezüchtet, die von der Amerikanischen Heidelbeere oder auch Highbush Blueberry (Vaccinium corymbosum) abstammen und in die noch eine Reihe weiterer Arten von Vaccinium eingingen. Es handelt sich bei fast allen heute verfügbaren Sorten um menschengemachte Art-Hybride, die hinsichtlich des Ertrags, des Geschmacks und der Fruchtgröße unseren Wünschen angepasst wurden.

Blaubeeren reifen folgend von der Spitze zur Basis heran. Die Fruchtschale der Kulturheidelbeere kann hellblau, leuchtend blau bis schwarz-blau sein. Ihre Oberfläche hat einen weißen Reif. Dieser Belag auf der Heidelbeere entsteht durch mikroskopisch kleine Wachspartikel, die sich in der äußersten Zellschicht der Fruchthaut bilden, nach außen getragen und dort angelagert werden. Ihre Funktion ist die Bewahrung der Frucht vor Austrocknung, daher sollte sie nicht abgewischt werden. Die Fruchtgröße der Kulturheidelbeeren variiert stark zwischen den Sorten. Sie ist durchschnittlich 5 bis 12 mm hoch und teilweise bis zu 30 mm breit. Erst nachdem die Beere durch und durch ihre blaue Farbe angenommen hat und nochmals ein paar Tage hängen geblieben ist, sollte sie geerntet werden. Im Zeitraum vom Juli bis September können die vollreifen Früchte vernascht werden.

Sorten

Berkeley‚: klein bis mittelgroße Früchte; goldgelb, auf der Sonnenseite orangerot; aromatisch, fein säuerlich; Erntezeit ab September.

Bluecrop: große Früchte, gelb mit roter „Flamme“; sehr saftige, aromatische Früchte mit angenehmem Duft; gut für Mus und Kompott geeignet; Ernte Anfang September bis Oktober reif.

Brigitta‚: mittelgroße flachrunde Früchte; grün-gelbe Färbung; grünlich-weißes, süß-säuerliches Fruchtfleisch; voller Geschmack erst nach Lagerung, zur Weiterverarbeitung aber sofort nach Ernte geeignet; Ernte von Ende Oktober bis November.

Duke‚: gelbliche Früchte; süß-säuerlich im Geschmack; Ernte ab Oktober.

Goldtraube‚: dunkelrote mit rot durchgefärbtem Fruchtfleisch; angenehmer, süß-säuerlicher Geschmack; Ernte Mitte September.

Honigbeere

Altaj‚: große Früchte; intensive Rötung; weißliches feines Fruchtfleisch mit süß-säuerlichem Aroma; Ernte Ende September bis Oktober.

Duet‚: gelblich-grüne Früchte mit purpurroter Deckfarbe; erfrischender süß-säuerlicher Geschmack; Ernte ab Oktober.

Martin‚: zitronengelb, rot gestreift und punktiert; süß-weinig; Ernte Ende Oktober.
Morena‚: sehr große Früchte, stark gerötete Schale; saftiges, weinsäuerliches Aroma; gut zum Einmachen und Backen; Ernte ab Mitte Oktober.